Dialog für einen lehrebezogenen Wandel: Studienforen an der Universität Graz
Hochschulen stehen angesichts tiefgreifender gesellschaftlicher, technologischer und ökonomischer Veränderungen vor der Herausforderung, neue Wege zu finden, um diesen Entwicklungen adäquat zu begegnen, ihre Handlungsfähigkeit zu sichern und sich gesellschaftspolitisch zu beteiligen. Dabei geht es nicht um punktuelle Anpassungen, sondern um tatsächliche Transformation, die alle zentralen Bereiche der Hochschulen und insbesondere die Hochschullehre betreffen. Eine Transformation in der Lehre ist kein linear steuerbarer Prozess, sondern ein grundlegender kultureller und institutioneller Wandel, bei dem Rollen, Verantwortlichkeiten und Interaktionsformen zwischen Lehrenden, Studierenden und Administration in partizipativen Prozessen neu ausgehandelt werden. Am Beispiel der Studienforen an der Universität Graz wird aufgezeigt, wie Prozesse des Wandels in der Hochschullehre initiiert und begleitet werden können. In diesen Formaten werden unterschiedliche Perspektiven zusammengebracht, um Veränderungen in der Lehrkultur zu ermöglichen und die Gestaltung von Studium und Lehre kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dadurch werden Dynamiken sichtbar, die charakteristisch für Transformationsprozesse im Hochschulkontext sind, ohne vorab festgelegte Ergebnisse oder Zielrichtungen zu implizieren.